Wie funktioniert
die FLK Lichtsensorik?

Wie funktioniert der
Dynamikdrehregler?

Was machen die
Drehregler "Velocity
Curve Edit?"


Klaviermechanik versus Keyboardmechanik
Was ist besser für einen High End Controller?


Warum verwendet  FLK  keine
Druckpunktsimulation? Was ist der Druckpunkt?


Warum hat das FLK ein externes Netzteil?

Warum liegt der Preis für ein LACHNIT MK im Vergleich zu anderen Tastaturen so hoch? Spielt ein Lachnit auch drei mal so gut?“

Update auf 4096  High Resolution MIDI Dynamikauflösung.
Ist das nicht alles schon „Esoterik“? Wer kann schon 4096 Stufen heraushören?


Multiple Anschläge "Multiple Note On"


Premiumregulierung in Handarbeit?


Wie funktioniert die FLK Lichtsensorik?

Das anschlagsdynamische Verhalten der FLK Tasten wurde auf Basis aufwendiger Messungen an einem gesampelten Wiener Profikonzertflügel und ergänzend an verschiedenen anderen Flügeln ermittelt.
In der FLK Mechanik wird ein Gewichtungshämmerchen durch den Tastenanschlag beschleunigt. Das Hämmerchen ist nur durch die Schwerkraft mechanisch  mit der Taste verbunden und fliegt sozusagen frei. Genau wie bei einem akustischen Flügel. Schon sehr kurzes antippen der Taste erzeugt also bei entsprechender Beschleunigung einen Ton.  
Die wichtigste Messstrecke für die Anschlagsgeschwindigkeit soll so knapp wie möglich am Anschlagspunkt liegen, also dem Punkt wo der Hammer den Klang auslöst. Der Konzertflügel erreicht diesen Punkt etwa bei 2/3 des Tastenweges. Daher ermittelt FLKeys die Geschwindigkeits und Richtungsdaten des Hämmerchens bei 2/3 des Tastenweges. Daher das authentische Timing.
Note Off liegt etwa in der Mitte des Tastenweges beim Loslassen und entspricht dem Dämpferaufsetzpunkt (Halbgang) des echten Flügels.
Im Piano Mode (Note On erst ab einer gewissen Tastengeschwindigkeit) lösen sehr langsame Tastengeschwindigkeiten keinen Klang aus.
Die Messdaten werden in einer Auflösung von rund 32000 Stufen in einer Zeitgenauigkeit von + - 2 Ms erfasst. Durch eine von TVE und FLK ausgeklügelten Datenverarbeitung werden  daraus Bewegungsrichtung, Zeitpunkt des Anschlags, die jeweilige Geschwindigkeit des Hämmerchens bei Tastendruck oder bei Tastenloslassen und Zeitpunkt des Notenendes (Aufsetzen des Dämpfers) und letztlich die entsprechenden MIDI Daten. 
Die Position der Messung und damit der Druckpunkt wird individuell für jede Taste einzeln eingestellt und kann bei Bedarf (Sonderwünsche des Musikers, Service etc.) nachjustiert werden.

Die Vorteile der Lichtsensortechnik:

Hohe Messauflösung
Sehr hohe Reproduzierbarkeit. Äußerst gut dosierbarer  "verläßlicher" Anschlag.
Kein Verschleiß. Resistent gegen Staub und Schmutz.
Haltbarkeit

Nachteile:

Relativ hohe Kosten durch Arbeitszeit und Elektronik: Fachmännische, händische Installation und Justage erforderlich, Herstellung der eigens entwickelten Elektronikleiterplatten in relativ geringen Stückzahlen (und in Österreich).

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Wie funktioniert der Dynamikdrehregler ? 

BedGrafikMK2

Die Messauflösung der FLK Sensorik liegt bei 32 000 Dynamikstufen. Diese werden für Standard MIDI auf 256 interne Werte linearisiert.
Der FLK Dynamikdrehregler verändert bestimmte Werte in der Formel für die Linearisierung. Welche Werte sich während des Drehens des Reglers wie verhalten sollen um die für den Künstler größtmögliche natürliche Dynamikbandbreite zur Verfügung zu stellen, ist die große Kunst. Das Keyboard soll bei jeder Reglerstellung gut und fein- ansprechend zu spielen sein.

Die verbreiteten, oft schon in die Jahre gekommenen Messmethoden an den üblichen Silikonkontakten sind weitaus ungenauer. Die Auflösung ist bei weitem geringer und deckt meist nicht einmal alle MIDI Werte 0 - 127 ab.  Daher gibt es bei den anderen Herstellern meist nur 3 - 5 (hard regular soft) selten 10 Dynamikstufen die meist nur Velocitywerte verschieben und so die Dynamikauflösung noch mehr reduzieren. Eine Reproduzierbarkeit des Spiels ist so kaum zu erreichen.

Aus der hohen Auflösung bei FLK von 32 000 Dynamikstufen resultiert auch die echte Dynamikregelung. Da der Regler direkt die Firmware verändert, bleibt die Auflösung des doppelten MIDI Wertes von 256 immer erhalten. Bei jeder Reglerstellung, sei sie auch noch so extrem, wird die gesamte  MIDI Bandbreite von 127 Werten ausgenützt. Durch die Auswertung der MIDI Werte aus der Auflösung von 256 entsteht eine viel genauere Zuordnung auf die 127 Stufen.

Ein Beispiel:
In der Einstellung Classic sind die größten Unterschiede in der Anschlagsgeschwindigkeit möglich. Das FLK Team hat sich hier an den Messdaten eines Profi Konzertflügels ( Bösendorfer Imperial) orientiert.
Der Keyboarder muss die Tasten und damit die Hämmerchen ähnlich schnell beschleunigen wie ein Profikonzertpianist mit echten Klaviertasten die Filzhämmer um das größtmögliche Forte (lauteste Sample od. Velocity MIDI 127) zu erreichen.

In der Einstellung Pop sind die  geringsten Unterschiede in der Anschlagsgeschwindigkeit möglich.
Der Keyboarder muss die Tasten nur mäßig schneller beschleunigen um das lauteste Sample od. Velocity MIDI 127 zu erreichen.
Die Unterschiede in der Tastengeschwindigkeit zwischen ganz langsam (sehr leise) und sehr schnell (sehr laut) werden aber immer differenziert jedem einzelnen der 127 MIDI Werte zugeordnet. Egal ob Classic oder Pop oder irgendeine Einstellung dazwischen.

Auf Grund der hohen Messauflösung der FLK Lichtsensorik ist all das jetzt auch im

MIDI High Resolution Format (CC#88) möglich.  Mindestens 4096  linearisierte Dynamikwerte  bei jeder Stellung des Dynamikreglers.

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Was machen die Drehregler "Velocity Curve Edit?"  

BedGrafikMK2

Dynamics:

1 Drehregler „stufenlos“ mit Mittelraste. Classic, Regular, Pop, Organ
2FarbenLed: Mittelraste Regular grün, verstellt rot.

Classic: Starker Anschlag - weniger Lautstärke (MIDI 127 in Konzertflügelart zu erreichen).
Regular: normaler Anschlag (MIDI 127 in üblicher Weise zu erreichen).
Pop : leichter Anschlag – große Lautstärke  (MIDI 127 leicht zu erreichen).

Velocity Curve Edit:  

Drehregler „stufenlos“ mit Mittelraste über: Bass, Regular, Diskant

Bass: leichter Anschlag – große Lautstärke, zunehmend je tiefer (am Ende etwas abgeflacht)
Regular: keine Änderung
Diskant: leichter Anschlag – große Lautstärke, zunehmend je höher (am Ende etwas abgeflacht)  

Fotos/BassDiskant.gif

1 Drehregler „stufenlos“ mit Mittelraste  normal.   Absenkung - Anhebung

2FarbenLed: Mittelraste normal -  grün, verstellt - rot.

Fotos/AnhebAbsenk.gif

Mit den Drehreglern lassen sich durch Kombination verschiedenste Kurvenformen erstellen.
Die Einstellungen der Regler sind  unter der aktuellen Programmnummer speicherbar. So können den verschiedenen

Programmnummern vom User optimierte Tasteneinstellungen zugeordnet werden.



© FLKeys

Klaviermechanik, Keyboardmechanik.  Was ist besser?

Wir haben dazu FLKeys Chef Friedrich Lachnit befragt. F. Lachnit war auch lange Jahre Klaviertechniker und hat die Entwicklung des Projektes CEUS für Bösendorfer geleitet.

"Wir haben uns nach intensiven Versuchen mit echten Klaviermechaniken dazu entschlossen eine Keyboardmechanik zu verwenden.
Die Gründe:
Wartungsintensität
Stabilität
Anfälligkeit
Gewicht
Art der Verwendung:
Die Klaviermechanik soll in einem akustischen Klangkörper Töne erzeugen. Ein Hammer aus Filz wird über die Klaviertasten mehr oder weniger beschleunigt. Er soll echte Klaviersaiten so leise und natürlich so laut als nur irgend möglich zum Schwingen bringen. Die Entwicklung dieser Form der Tonerzeugung hat vor etwa 300 Jahren begonnen und war grob gesagt mit der Einführung der englischen Klaviermechanik um 1900 ausgereift.
Die zu dieser Zeit zur Verfügung stehenden Materialien waren Filz, Leder, Holz, Knochenleim, Gußstahl, Eisen… Was damals mit diesen, aus heutiger Sicht bescheidenen Mitteln zu Stande gebracht wurde ist immer noch bewundernswert und ist bis heute im Klavierbau Standard. Nicht zuletzt auch aufgrund der notwendigen akustischen, klanglichen Eigenschaften.
Die Muskeln der Hände und Finger eines Musikers haben einen gewissen „Arbeitsbereich“ in dem sie Bewegungen am besten steuern können. Die Klaviermechanik hat sich 300 Jahre lang auf diese Vorgaben hin optimiert. Viel gibt es bei einem professionellen Konzertflügel ja wirklich nicht mehr zu verbessern.

 Die Keyboardmechanik diente anfangs nur zum Auslösen elektrischer Kontakte mit Klaviertasten. Mechanische Umsetzung von Beschleunigung war nicht nötig. Nur Kontakt offen- zu- offen. Keine Dynamik. Erst als die elektronischen Klangerzeugungsmöglichkeiten komplexer wurden, konnten verschiedene Lautstärkestufen mit den einzelnen Tasten abgerufen werden. Um damit mit etwas Ausdruck zu spielen war aber mehr Gefühl nötig als einen Schalter zu betätigen und das boten die leicht federnden Keyboardtasten nicht. Erste Tastaturen mit Gewichten wurden entwickelt, später mit kleinen Hämmerchen unter den Tasten um den Fingern mehr Spielraum im Steuern des dynamischen Anschlags zu ermöglichen. Begonnen hat diese Entwicklung hin zum optimalen „Arbeitsbereich“ Ende der 1970er Jahre mit den damals zur Verfügung stehenden Materialien. Abgesehen von Metall, Filz auch Materialien mit denen man bis dahin in der Industrie viele gute Erfahrungen gemacht hatte wie diverse Kunststoffe, PVC, Gummi, Silikon, Laser / Stanzbleche etc. Akustische, klangliche Eigenschaften waren ja nicht von Belang. Es ging und geht ja ausschließlich um das Spielgefühl bei der Steuerung elektronischer Klangdaten mit Klaviertasten.

 Warum also eine Klaviermechanik für elektronische Steuerungsvorgänge verwenden?
Filz, Holz, Leder sind Umwelteinflüssen unterworfen, die vielen Einzelteile verändern sich ständig, müssen immer wieder nachreguliert oder gar ausgetauscht werden, werden abgenützt, können steckenbleiben. Die Spieleigenschaften können sich dadurch drastisch verändern. Eine perfekt regulierte, einwandfrei spielbare Flügelklaviatur muß, um die Regulierung stabil zu halten, auf einer geeigneten speziell abgerichteten, äusserst stabilen Unterlage liegen. Im Flügel ist das die ca 4cm dicke Spiellade aus ausgesuchtem Holz. Das ergibt ein Gesamtgewicht von ca 80 -100 Kg.
Noch dazu muß ich die erzeugte mechanische akustischer Lautstärke des Hammers als Abfallprodukt wieder vernichten.

So sehr mein Klaviermacherherz für die Klaviermechanik aus den genannten Naturmaterialien schlägt, ist sie als Keyboardtastatur am falschen Platz. Auch Teile davon wie etwa die Vollholztasten mit Waagebalken unterliegen den übliche Einflüssen. Die Filzgarnierung kann aufquellen, das Holz reißen oder gar brechen und ein geeignet stabiler Klaviaturrahmen dafür schlägt sich mit Gewicht zu Buche.

Hochwertige am Stand der Technik gefertigte Keyboardtastaturen mit dem Know

How des Klavierbauers ergänzt, überarbeitet und veredelt sind für uns daher die derzeit beste Lösung um virtuell klavierartige Musik zu spielen."



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Druckpunktsimulation? Was ist der Druckpunkt? 

Tatsächlich sind die mechanischen Vorrichtungen um den Druckpunkt eines echten Flügels zu imitieren manchmal recht aufwendig und ausgefuchst. Im Zusammenhang mit Keyboards handelt es sich hier aber in erster Linie um ein Marketingargument.

Früher galt bei Konzertflügeln der spürbare Druckpunkt (Nachdruck) als typisches Merkmal der englischen Flügelmechanik. Bei der bis dahin weit verbreiteten Wiener Mechanik gab es im Gegensatz dazu nichts zu spüren. So konnte man also recht einfach Spreu vom Weizen trennen. Auf Grund der deutlichen Verbesserungen der Spieleigenschaften setzte sich die englische Repetitionsmechanik schnell durch und wurde zum Qualitätskriterium für professionelle Konzertflügel. Das ist allerdings etwa 100 Jahre her.
Aber bis spät ins vorige Jahrhundert hat sich dieses einfache Erkennungsmerkmal als Qualitätskriterium gehalten. Beliebt vor allem beim Einschätzen von Gebrauchtflügeln. Es wurde ein Synonym für gute, moderne Spielart.

Warum aber die Hersteller von Keyboards, deren Mechanik naturgemäß bedeutend simpler aufgebaut ist, ihre Tasten über Röllchen oder Gumminöppchen knubbeln lassen, wissen wahrscheinlich nur deren Verkaufsstrategen.

Es ist, um noch deutlicher zu werden, bei Keyboardtastaturen völlig unnötig und im Gegensatz zur Konzertflügelmechanik in keinster Weise ein Garant für gute Spielart oder ein Qualitätskriterium für Keyboardtastaturen. 

Und: Bei jedem auch noch so leisen Anschlag ist es bei der Flügelmechanik mechanisch unmöglich den Nachdruck zu spüren.

Warum:

Woher kommt der Druckpunkt (Nachdruck) beim echten Konzertflügel?


In der Fachsprache der Klaviertechniker als Nachdruck oder Druckpunkt bezeichnet, entsteht das sanfte Knacken unter den Fingern bevor die Taste unten ankommt, durch das Auslösen der Stoßzunge unter dem Hammerröllchen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hebt und beschleunigt die Stosszunge den Hammer in Richtung Klaviersaite. Aber ist der Hammer knapp vor der Saite (ca 1-2mm) wird die Stosszunge  durch die Auslösepuppe nach hinten unter dem Hammerröllchen weggezogen und der Hammer fällt, meist ohne einen Anschlag auf die Saite auf das Hebeglied. Das Wegrutschen der Kante der grafitierten hölzernen Stosszunge vom Rehleder des Hammerröllchens ist dieses sanfte Knacken, der Nachdruck.
Es ist zwar nett sich mit dem Nachdruck zu spielen aber meist möchte man ja dem Flügel seine eigentlichen Qualitäten entlocken und dazu spielt man mehr oder weniger starke Anschläge. Aber auch beim leisesten Anschlag muss der Hammer die letzten 1-2mm selbstständig fliegend bis zur Saite zurücklegen. Weil es hat sich ja vorher die Stosszunge  schon nach hinten bewegt und kann den Hammer nicht mehr höher heben. Das heißt aber auch: Das Hammerröllchen und die Stosszunge haben in dieser letzten Flugphase keinen Kontakt mehr und das sanfte Knacken ist nicht zu spüren. Kann bei einem erfolgten Anschlag nicht zu spüren sein, soll ja auch nicht zu spüren sein. Legionen von Klaviermachern haben an diesem Effekt der Englischen Flügelmechanik gearbeitet und ihn perfektioniert.

Kurz gesagt: Der Druckpunkt  kann nicht spürbar sein, wenn ein Anschlag erfolgt.

Manche Pianisten testen den Nachdruck um ein „Gefühl für die Mechanik“ zu bekommen. Das hat schon seine Berechtigung weil die Position des Nachdrucks bei einem perfekt regulierten Flügel auch mit dem Anschlagspunkt des Hammers an die Saite so gut wie übereinstimmt. Liegt sie im optimalen Bereich zwischen  70% und 80% des Tastenweges so kann der Künstler den vollen Bereich der möglichen Spieldynamik ausnützen. Über das Timing beim Anschlag wurde oben schon genaueres gesagt.

Gerade im leisen Spiel speichert der Pianist die Zeiten (unbewusst) ab die vergehen von der ersten Tastenberührung bis zum Anschlag.

Um bei einem Keyboard den Druckpunkt also den Punkt der Klangauslösung im Tastenweg zu testen, müssen Sie nur bei einem z. B. Orgelsound die Taste langsam runterdrücken und horchen wann der Klang einsetzt. Das ist der „Nachdruck“. Der sollte etwa bei 2/3 bis ¾ Tastenweg liegen.
Schlimm wird es, wenn die Druckpunktsimulation auch noch bei leisen Anschlägen zu spüren ist.
Manchmal stimmt sie auch mit dem Anschlagspunkt nicht ganz überein.
FLK hat keine Druckpunktsimulation, dafür wird aber der Anschlagspunkt jeder Taste einzeln feinreguliert. Dann ist er genau dort wo ihn der Musiker braucht.  

Übrigens: Die besten Pianisten spielen einfach ein wenig und wissen recht bald ob sie sich auf dem Instrument wohl fühlen oder... "ob da noch was gemacht werden muss" oder ob sie lieber doch ein anderes Instrument probieren wollen...

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Netzteil

Aus folgenden Gründen haben wir uns für ein externes Netzteil entschieden.

Sicherheit:

Innerhalb des Gehäuses eines FLK Keyboards beträgt die Betriebsspannung somit nie mehr als 12 V. Die Gefahr von Verletzungen und Schädigungen durch Starkstrom ist daher für den Benutzer nicht gegeben.
Falls jemand im Lifebetrieb am Netzkabel hängen bleibt, wird das relativ dünne 12 Volt Kabel  
aus der Buchse gezogen oder im schlimmsten Fall abgerissen. Das LACHNIT MK bleibt auf seinem Keyboardständer und ist einfach nur abgeschaltet.
Mit einem Gerätekabel würde das gesamte Keyboard vom Ständer gerissen und möglicherweise zu stark beschädigt um weiter performen zu können.
Ein Netzteil bekomme ich relativ leicht vor Ort, aber "mein" LACHNIT MK ist nicht so einfach zu ersetzen.

Störungen:

Probleme mit Störeinstreuungen durch Wechselstrom können so nicht auftreten.

Flexibilität:

Das FLK Netzteil kann Eingangswechselspannungen von 100 V bis 240 V / 47 Hz bis 63 Hz automatisch verarbeiten. Adaptersätze für den schmalen Eurostecker des mitgelieferten FLK Netzteils sind wesentlich leichter zu bekommen als die Adapter für die Starkstromstecker der Gerätekabel. 

Weltweit gibt  es viele unterschiedliche Formen und Spannungen der Wandsteckdosen.
Netzteile 12 Volt 1,5

Ampere  mit Rundstecker  5,5 x 2,1  + innen - außen ist eine der gängigsten Arten und in nahezu  jedem Land der Welt mit entsprechenden Steckern für die jeweilige Landesnorm verfügbar.

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Warum liegt der Preis für ein LACHNIT MK im Vergleich zu anderen Tastaturen so hoch?

Jedes LACHNIT MK Keyboard wird händisch aufgebaut und vor allem Taste für Taste in mehreren Durchgängen gleichmäßig gängig gemacht und feinreguliert. Das und mehrere andere Feinheiten machen eben auch den eklatanten Unterschied im Spielgefühl aus.
All diese hochwertigen Arbeiten können nur in Handarbeit von best ausgebildeten Instrumentenbauern durchgeführt werden und diese verdienen es dafür entsprechend entlohnt zu werden.
Das LACHNIT MK wurde gänzlich in Österreich entwickelt und wird in Wien gefertigt. 
Wir haben, um mit dem Preis

nicht in astronomische Höhen abzuheben, die sehr hohen Entwicklungskosten die vor allem für die Lichtsensorik (Dauer knapp 3 Jahre) anfielen, kaum ins Produkt einberechnet.

„Spielt ein Lachnit auch drei mal so gut?“

Eine rein ökonomische Sichtweise ist bei der Wahl des persönlichen Musikinstruments (und mittlerweile nicht nur dort) wenig zielführend.
Wenn man derartig pragmatisch an den Kauf eines Musikinstruments herangeht, würde man sehr wahrscheinlich gar keines kaufen.

Aber um wie viel Freude und Glück würde man sich und sein Publikum da bringen.

Um nicht die übliche, auch in diesem Fall etwas hinkende Auto-Metapher (Audi - Porsche etc.) zu strapazieren;
Es ist eher wie mit Konzertflügeln aus billiger Massenproduktion fernöstlicher Herkunft und den europäischen, klassischen Herstellern.
Alle klingen nach Flügel, sogar etwa gleich laut, auch dynamisch, aber es gibt halt den Unterschied. Für manche ist er nicht sehr groß, für andere ist es die Seele des Instruments.
Um gerade diesen Unterschied zu erreichen, dem Instrument seine Seele einzuhauchen ist ein ungleich größerer Aufwand an menschlicher Erfahrung, handwerklicher und mentaler Hinwendung nötig.

Wie viel ist denn ein beseeltes Instrument wert?

Wie viel ist Ihnen Ihre Freude, Ihr Glück beim Musizieren wert?



Update Hi Res MIDI Dynamikauflösung auf 4096.  Esoterik?

Alle Abstufungen sind irgendwann eine Einschränkung, lassen die Empfindung schneller abstumpfen, erzeugen schneller Langeweile.
Ja, ja es stimmt schon: Nicht einmal von 127 Stufen kann jemand eine einzelne Stufe gezielt „anspielen“ oder bewußt „heraushören“. Darum geht es ja auch nicht. Aber die hörbaren Stufen sind eben auf 127 beschränkt. Das heißt irgendwann „erwischt“ der Musiker zufällig wieder die selben Stufen. Wenn auch in verschiedenen Kombinationen so wiederholen sich doch die Klangfarben der abgerufenen einzelnen Töne. Mit unserem MK22 alle Midi Stufen 1 bis 127 lückenlos (!)  zu „befüllen“ (also auszulösen) dauert im Schnitt etwa eine Minute.
Im Mezzoforte in mittlerer Anschlagsstärke bewegen Sie sich in einem Bereich von sagen wir  + - 10 Midi Stufen. Innerhalb dieser 20 Stufen treffen Sie sicher recht oft unbeabsichtigt den selben MIDI Wert, also den absolut identischen Klang wie schon oftmals davor und danach.


Beim spielen eines akustischen Instruments dagegen ist es unmöglich den exakt identischen Klang eines Tones zu reproduzieren. Der Klang entsteht immer neu, einzigartig, durch das Zusammenspiel zahlloser natürlicher „analoger“ Abläufe.

Es ist in seriösem Maß also nicht möglich und auch gar nicht wünschenswert einen echten akustischen Flügel zu ersetzen. Unser Ziel ist eher dem Musiker eine andere aber ähnlich große Spielfreude wie beim Spiel eines guten echten Instruments zu ermöglichen.
Erhöhen wir also die Auflösung auf  4096 so reagieren im Mezzobereich ca 640 verschiedene Stufen auf ihr Spiel. Es wird daher viel länger dauern, bis es zu Wiederholungen kommt. Gehaltene oder mit Pedal gespielte Akkorde, Tonfolgen  reichern das Gesamtklangbild mit immer neuen anderen Einzelklängen an. Obertonreihen, Auslöschungen, Anhebungen entstehen. Daraus ergeben sich ungleich mehr Farben. Der Klang ihres Spiels wird lebendiger, vielfältiger, reicher. Es liegt, um es „esoterisch“ zu sagen „mehr von Ihrer persönlichen Musikalität“ drin. Besonders hier ist eine entsprechend sensible und exakte Sensorik des Controllers von zentraler Bedeutung. Was nützen sonst all die vielen Kommastellen, wenn schon in Standard Midi einzelne Dynamikstufen nicht angespielt werden können? Da wird der Klang des Musikers mehr von den Eigenheiten des Keyboards geprägt als umgekehrt.
Vorraussetzung dafür ist natürlich auch eine entsprechend gerüstete Klangsoftware. Die Physical Modeling Technologie ist da sehr vielversprechend, rechnet sie doch jeden Klang in Echtzeit auf Grund der von der Tastatur kommenden Werte neu aus. Z.B. Pianoteq ab Vers 3.6. ist MIDI Hi Res kompatibel. Aber auch anderen Hersteller werden sicher bald nachziehen.

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"Multiple Anschläge" "Multiple Note On"

Mehrfachanschlag eines Tones in den selben Klang (ohne Dämpferpedal):


FLKeys Chef Friedrich Lachnit dazu:

... ist natürlich auch mit unserem MK22 möglich. Das ergab sich eigentlich aus der mechanischen Konzeption unserer Lichtsensortechnik von Anfang an von selbst.
Im Klavierbau ist das ein Nebeneffekt der Regulierungstoleranzen einer Flügelmechanik.
Angenommen das Auslösen ist soweit ok:
Kommt bei einem Anschlag der Halbgang etwas später (gibt der Dämpfer die Saite später frei) ist es nahezu unmöglich den gleichen Ton erneut anzuschlagen ohne das der Dämpfer vorher wieder aufliegt. Kommt er früher (gibt der Dämpfer die Saite früher frei) ist ein Mehrfachanschlag zwar möglich aber das Spielgewicht auf der Taste erhöht sich früher. Der Finger muss ja den Dämpfer schon früher im Tastenweg zusätzlich zum Hammer anheben. Also ist bei einer guten Mechanikregulierung der mögliche Bereich sehr klein und relativ schwer zu treffen. Technikpuristen und Simulationsfans mögen mir verzeihen... Meiner Ansicht nach handelt es sich da eher um eine (Marketing) Klangspielerei als um  erweiterte spieltechnische Ausdrucksmöglichkeiten im musikalischen Vortrag.

Jedoch beim MK22 mit Multiple Note On Midi Format konnten wir bei Tests neben dem schon erwähnten Effekt  bei schnelleren Repetitionen eine spürbare Verbesserung der Anschlagsrate und der Anschlagsqualität erreichen. Also haben wir unsere

Firmware entsprechend aktualisiert.


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Premiumregulierung in Handarbeit ?


Kein anderer Keyboardhersteller stellt an seine Tastatur so hohe Ansprüche wie wir. Kaum jemand (außer vielleicht der Hersteller selbst) beschäftigt sich mit der FATAR TP40W so intensiv wie wir.
Jetzt ist uns da ein Durchbruch gelungen. Wir konnten einen Weg finden die einzelnen Tasten individuell nahezu unmerklich zu verformen und in die jeweils optimale, entspannte Lage zu bringen. Diese kleinen Veränderungen bewirken neben anderen Vorteilen eine deutlich verringerte, nahezu aufgehobene Reibung an den Tastenführungen. Ein schnelleres, gleichmäßigeres und verlässlicheres Spielgefühl ist das Resultat.

Auch wenn wir natürlich die beste verfügbare Fatar Tastatur, die TP40Wood als Basis verwenden. Neben unseren erwähnten Überarbeitungen sind naturgemäß die kleinen herstellungsbedingten Unregelmäßigkeiten an den Tastaturen immer wieder auszugleichen. Jeder wirklich gute Flügelhersteller tut das mit den zugelieferten Klaviaturen. Wir wären allerdings keine guten Instrumentenbauer, würden wir nicht einem gewissen "Perfektionierungszwang" unterliegen. Wie sich eine gute Tastatur anfühlen soll, wissen wir aus langjähriger Erfahrung. Dieses Gefühl wollen wir letztlich unter den Fingern spüren können. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bei Keyboardtasten andere, neue Wege beschritten werden als im traditionellen Klavierbau. Kunststoffe und Metalle wollen anders behandelt sein als Holz, Leder und Filz.

"In meiner Lehrzeit", erzählt F. Lachnit, " in den damals etwas engen, österreichischen 1980ern hat ein alter Meister zu mir gesagt: 'Ein Klavierbauer muss sich zu helfen wissen'.
In diesem vordergründig etwas simpel klingenden Satz steckte für mich bei näherer Betrachtung viel Aufgeschlossenheit und Weisheit und zeigte mir eine für damalige Zeiten ungewöhnlich revolutionäre Berufsauffassung für mich kleinen Lehrling:
Mut zur freien Entscheidung. Mut zum Improvisieren. Mut zum innovativen, zum selbstständigen Denken. Wenn's nichts vorgegebenes gibt, einfach selber machen."

Wir haben überlegt die doch recht zeitaufwändige Premiumregulierung als Option gegen Aufpreis anzubieten aber wir müßten dann MK22 Studios ausliefern die nicht so gut spielbar sind als es uns jetzt möglich ist.  
"Das fällt mir bei unserem Top Modell schwer. Das bringe ich irgendwie nicht übers Herz." meint F. Lachnit dazu.
Somit werden alle MK22 Studio Modelle zum alten Preis aber zusätzlich premiumreguliert ausgeliefert.


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